Enttäuschung und Verwunderung hat die Entscheidung der Bundesnetzagentur über die Entgelte für Zugangselemente zum VDSL-Netz der Deutschen Telekom AG beim VATM ausgelöst. „Die zuständige Beschlusskammer hat die von der Telekom beantragten Mondpreise erheblich gekürzt, dennoch liegen die Entgelte immer noch deutlich zu hoch“, sagt VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner.
Immer mehr kommunalwirtschaftliche Unternehmen engagieren sich bei der Glasfaserverlegung, die von der Regierung im Koalitionsvertrag zum Bestandteil der Daseinsvorsorge erklärt wurde. Laut Breitbandstrategie der Bundesregierung soll der Ausbau der Glasfasernetze bis 2014 flächendeckend erfolgen. “Am umfassenden Ausbau der glasfaserbasierten Breitbandversorgung führt kein Weg vorbei”, sagte Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU).
Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat einer Klage der Deutschen Telekom AG (DT AG) gegen die im Hinblick auf den VDSL-Ausbau verfügte Regulierung des Marktes für Teilnehmeranschlüsse teilweise stattgegeben.
Die Bundesnetzagentur hat jetzt erstmals die konkreten Bedingungen festgelegt, zu denen die Deutsche Telekom AG (DTAG) anderen Netzbetreibern Zugang zu ihrer Anschlussinfrastruktur gewähren muss. Einen entsprechenden Anordnungsantrag hatte Anfang August 2009 die Festnetzsparte der Vodafone AG & Co. KG (Vodafone) bei der zuständigen Beschlusskammer der Bundesnetzagentur eingereicht. Bereits im Sommer 2008 begonnene Verhandlungen zwischen der DT AG und den Wettbewerbern hatten trotz intensiver Bemühungen nicht zu einvernehmlichen, freiwilligen Lösungen geführt.
Der regionale Telefon- und Internetanbieter M-net setzt seine Aktivitäten zur Investition in glasfaserbasierte Breitbandnetze fort. So schließt M-net in enger Kooperation mit dem Allgäuer Überlandwerk (AÜW) das Gewerbegebiet Kempten-Ursulasried sowie den Stadtteil Leubas an das Breitbandnetz an. Die hierfür erforderlichen Investitionen belaufen sich auf rund 300.000 Euro. Ab Mitte 2010 wird M-net in den erschlossenen Gebieten dann Hochgeschwindigkeits-Internetzugänge mit einer Datenübertragungsrate von bis zu 50 Mbit/s bereitstellen.
„Die Deutsche Telekom AG hat mit ihren Entgeltanträgen versucht, nach anderthalb Jahren Verhandlungen über den VDSL-Zugang mit den Wettbewerbern einseitig die Festlegung von Zugangsbedingungen zu ihren Gunsten zu erzwingen. Die Anträge auf eine Preisfestsetzung für Produkte, die für einen fairen Wettbewerb völlig unzureichend gewesen wären, dienten lediglich dem Zweck, den Wettbewerb vom weiteren Breitbandausbau auszuschließen“, begrüßte VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner die heute bekannt gewordene Ablehnung der DTAG-Entgeltanträge für VDSL-Vorleistungsprodukte durch die Bundesnetzagentur.
Die skyDSL Technologies kommentiert die Entscheidung der Bundesnetzagentur, mit der Auktion freier Mobilfunkfrequenzen zügig und spätestens im Februar 2010 zu beginnen. Nach der Digitalisierung des terrestrischen Rundfunks wird für die Fernseh-Übertragung nur noch ein kleiner Teil der bisherigen Frequenzen benötigt. Diese könnten dann im Bereich zwischen 790 und 862 Megahertz für Telekommunikationsdienste eingesetzt werden.
„Der Ausgang dieses Verfahrens ist von entscheidender Bedeutung für zukünftige Investitionen der Wettbewerber und damit den weiteren Ausbau eines moderneren Telekommunikationsnetzes“, betont VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner nach der heutigen Anhörung bei der Bundesnetzagentur zu Anträgen der Vodafone AG & Co. AG auf Zugang zu wichtigen Infrastrukturelementen des VDSL-Netzes der Deutschen Telekom AG (DTAG). Dazu gehören Leerrohre und Kabelverzweiger (KVz). Bei den Anträgen geht es um die elementare Frage, wie Glasfaser näher zum Kunden gebracht werden kann.
Im Vorfeld der Anhörung zu den Entgeltanträgen der Deutschen Telekom AG bezieht der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) Stellung zu den Anträgen der Telekom und kritisiert die fehlende Planungssicherheit für die Wettbewerber. „Die Telekom hat Entgeltanträge gestellt, in denen weder die Ausgestaltung der Leistung noch die Entgelte transparent werden. Auf dieser Grundlage können Wettbewerber nicht planen“, kommentierte Dr. Stephan Albers, Geschäftsführer des BREKO, die Situation.
Vodafone Deutschland und Huawei Technologies wollen gemeinsam die Möglichkeiten der neuesten Mobilfunktechnologie LTE im Frequenzbereich der Digitalen Dividende testen. Ab diesem Sommer werden Vodafone Deutschland und Huawei zeigen, wie mit Hilfe der Mobilfunktechnologie der 4. Generation LTE (Long Term Evolution) eine Breitbandabdeckung der ländlichen Gegenden, der so genannten weißen Flecken – sicher gestellt und so die digitale Kluft dieser Regionen in Deutschland überbrückt werden kann. Zudem soll durch den gemeinsamen Test auch die Kompatibilität von LTE zu Technologien und Diensten wie dem digitalen Fernsehen und dem digitalen Radio belegen, die benachbarte Frequenzspektren nutzen.