Die ANGA Cable, Europas führende Fachmesse für Kabel, Breitband und Satellit, startet am 4. Mai 2010 mit einer ausgebuchten Messehalle und mehr als 370 Ausstellern aus 30 Ländern. Anmeldungen für Messebesucher und Kongressteilnehmer sind online unter www.angacable.de möglich.
„Wenn die meisten Vergaberichtlinien beim Breitbandausbau genau diejenigen Technologien ausschließen oder benachteiligen, die für schwierig erschließbare Gebiete am geeignetsten sind, dann versagt hier eindeutig die Politik und nicht die Wirtschaft. Die Ziele der Bundesregierung können nur erreicht werden, wenn mit aller Kraft umgesteuert wird. In vielen Fällen bauen die Unternehmen heute sogar trotz Wirtschaftlichkeitslücke ohne Förderung aus, da die Vergabe viel zu kompliziert und aufwändig ist. Die am schwierigsten zu erreichenden Gemeinden werden wir nur an das schnelle Internet anbinden können, wenn die Förderrichtlinien den realen technologischen und wirtschaftlichen Anforderungen entsprechen“, sagt VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner angesichts des jetzt bekannt gewordenen Vergabestaus bei den Fördermitteln. Der VATM fordert daher einfachere und pragmatischere Förderrichtlinien bei den Bundesländern, damit der Ausbau schneller geht.
Die ANGA Cable, Europas führende Fachmesse für Kabel, Breitband und Satellit hat heute unter www.angacable.de ihr Kongressprogramm veröffentlicht. Die Kongressmesse findet vom 4. bis 6. Mai 2010 zum zehnten Mal in Köln statt.
Der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V. (ANGA) weist neuerliche Aussagen des ARD-Vorsitzenden zur Digital- und HDTV-Strategie der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten scharf zurück. Die Forderung nach einer kostenlosen Kabeleinspeisung der Programme ist ein unzulässiger Eingriff in etablierte Geschäftsmodelle privater Kabelunternehmen.
Durch die Einführung des Datenübertragungsstandards DOCSIS 3.0 („Data Over Cable Service Interface Specification“) können Kabelnetzbetreiber in Deutschland wesentlich schneller, kosteneffizienter und weiträumiger die Versorgung mit schnellem Breitband-Internet verwirklichen als DSL-Betreiber. Dies ist das Ergebnis des Experten-Workshops des ANGA Competence Centers, an dem rund 120 Branchenfachleute teilgenommen haben.
Immer mehr Verbraucher nutzen ihren Kabelanschluss als Zugang zum superschnellem Breitband-Internet: Die deutschen Kabelnetzbetreiber melden für die ersten sechs Monate des Jahres einen kraftvollen Zuwachs von rund 350.000 Breitband-Neukunden auf insgesamt über 1,95 Millionen Haushalte – das sind mehr als 58.000 Neukunden pro Monat. Weitere 300.000 Haushalte sind durch Vereinbarungen zwischen Wohnungswirtschaft und Kabelnetzbetreibern bereits serienmäßig mit Kabelmodems und Internetzugang ausgestattet. 1,9 Millionen Haushalte telefonierten zum 30. Juni über ihren Fernsehkabelanschluss; ein Plus von fast einer halben Million im ersten Halbjahr. Damit wächst das Kabel mit Breitband- und Telefondiensten auch im ersten Halbjahr 2009 weiter deutlich schneller als der Gesamtmarkt.
Die stärkere regionale und integrierte Aufstellung der Deutschen Telekom nimmt weiter Gestalt an: Am Mittwochabend hat der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG den Vorschlägen des Vorstandes für die Neustrukturierung des Deutschlandsgeschäftes zugestimmt. Heute stellt der Vorstandsvorsitzende René Obermann die Grundzüge auf der Hauptversammlung in Köln vor. Demnach soll es in Deutschland nur noch eine Gesellschaft geben, in der die Bereiche Festnetz und Mobilfunk zusammengeführt werden. „Mobilfunk und Festnetz werden künftig aus einem Guss geplant, gebaut, geführt und vermarktet“, sagte Obermann vor den Aktionären.
Der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber ANGA appelliert an die Bundesnetzagentur, ihrer bislang verlässlichen und auf den Infrastrukturwettbewerb setzenden Regulierung treu zu bleiben. Gerade die Höhe der TAL-Entgelte sind ein entscheidendes Signal für den Zeitpunkt und den Umfang der Investitionen in alternative Infrastrukturen. Dies gilt insbesondere für den möglichst raschen Übergang zu den neuen, hochleistungsfähigen „Next Generation Networks“ (NGN), die sowohl durch glasfaserbasierte Kabelnetze („Hybrid-Fibre-Coax“ HFC-Netze) als auch durch neue Glasfasernetze bis zu den Gebäuden oder Wohnungen (FTTB/H) realisiert werden.
Die deutschen Kabelnetzbetreiber konnten im Jahr 2008 ein besonders dynamisches Kundenwachstum im Internet- und Telefoniegeschäft verzeichnen. So stieg die Zahl der Kabel-Internetkunden bis zum 31. Dezember 2008 auf 1,85 Mio. an, was einer Steigerung um 87 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Ende 2007 lag die Zahl der Internetkunden noch bei 0,99 Mio. Auch im Telefoniegeschäft verbuchte das Kabel Rekordzuwächse. Mit einer Steigerung um 90 % haben sich die Telefonkunden innerhalb eines Jahres von 790.000 auf 1,5 Mio. zum Jahresende 2008 erhöht. Damit haben die Kabelnetzbetreiber im Verlauf des vergangenen Jahres die Anzahl ihrer Internet- und Telefonkunden fast verdoppelt. Entgegen dem allgemein zu beobachtenden verlangsamten Wachstum bei Breitbandanschlüssen, entwickeln sich Kabelnetzbetreiber weiterhin überproportional und vergrößern ihren Marktanteil in diesem zukunftsträchtigen Geschäftsfeld. Neben Kunden, die sich erstmals für einen Breitbandanschluss entscheiden, gewinnen die Kabelnetzbetreiber auch zunehmend DSL-Wechselkunden, die einen Internet- und Telefonanschluss über das Breitbandkabel wählen.
Die deutschen Kabelnetzbetreiber bauen ihre Position im Wettbewerb zu DSL weiter aus. So wurden zu Ende September 2008 über das Kabel 1,6 Millionen Internet- und 1,35 Millionen Telefonkunden versorgt. Schon zu Beginn des Jahres 2009 werden dann erstmals sogar über zwei Millionen Kabel-Internet-Kunden erwartet, dies entspricht einer Steigerung von über 80.000 Neukunden pro Monat. Während sich bei anderen Anbietern das Wachstum abschwächt, wachsen die Kabelunternehmen weiterhin deutlich schneller als der Gesamtmarkt.