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18 Milliarden Euro Umsatz mit Kabelinternet, TV und Telefonie

Die Umsätze der europäischen Kabelindustrie stiegen im vergangenen Jahr dank des starken Nachfragewachstums bei digitalem Fernsehen, Internet-Breitband und -Telefonie um über 7 Prozent auf 18 Milliarden Euro. Diese Zahlen wurden heute auf dem jährlich stattfindenden Cable Congress vorgestellt.

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DSL Nachrichten

Top-Manager der größten Kabelbetreiber Europas zeigten sich zufrieden mit der kräftigen Zunahme der Branchenumsätze und der stärkeren Marktdurchdringung. Die Kabelindustrie trotzt demnach dem allgemeinen Abschwung und setzt ihren Wachstumskurs fort.

Den mehr als 650 Branchenvertretern, die am diesjährigen Cable Congress teilnehmen, wurde berichtet, dass das Kundenvolumen im Kabelgeschäft weiterhin robust ist. Die Sparten digitales Fernsehen, Kabelinternet und -telefonie in Europa wiesen im vergangenen Jahr gemäß einer Untersuchung von Screen Digest ein zweistelliges Wachstum auf.

Diesen Daten zufolge stieg der Umsatz der europäischen Kabelindustrie von 16,9 Milliarden Euro im Jahr 2007 auf insgesamt 18 Milliarden Euro im Jahr 2008. Im Vergleich zu den zu Beginn des Jahrzehnts vereinnahmten 8,2 Milliarden Euro haben sich die Erlöse damit mehr als verdoppelt.

Nach Sektoren betrachtet nahmen die Abonnements für digitale Fernsehdienste europäischer Kabelanbieter von 13,5 Millionen um 33 Prozent auf 18 Millionen zu. Sie machen inzwischen 29 Prozent aller Kabel-TV-Anschlüsse in Europa aus (2007: 22 Prozent). Die Zahl der Kabelinternetanschlüsse kletterte um 17 Prozent auf 18,3 Millionen. In der Kabeltelefonie wurde ein Anstieg um 19 Prozent auf 14,2 Millionen verzeichnet. Die europäische Kabel-TV-Industrie bedient insgesamt in den 27 Mitgliedstaaten der EU mehr als 94 Millionen Breitband-, TV- und Telefonkunden (circa 70 Millionen Haushalte).

Manuel Kohnstamm, President von Cable Europe: „Die Wachstumszahlen für 2008 sind sehr erfreulich. Sie belegen die Widerstandskraft und überdurchschnittliche Leistung der Kabelindustrie während des aktuellen Wirtschaftsabschwungs. Dies ist möglich, weil sie das Potenzial der anhaltenden Umstellung von analogen zu digitalen Diensten voll ausschöpft. Daher sind wir auch zuversichtlich für das laufende Jahr.“

Besonders starke Wachstumszahlen wurden aus der Region Mittel- und Osteuropa gemeldet. Die Abonnements verdreifachten sich dort beinahe auf 1,6 Millionen – von 613.000 im Jahr 2007. Die Gesamterlöse der Region wuchsen 2008 um 15 Prozent auf insgesamt 1,9 Milliarden Euro an.

Von den größten Märkten Europas meldeten Deutschland, die Niederlande und Großbritannien ein besonders starkes Wachstum.

Caroline van Weede, Managing Director von Cable Europe, kommentierte die Entwicklung wie folgt: „Der Cable Congress erfreut sich in diesem Jahr erneut einem großen Interesse. Branchenvertreter aus ganz Europa sind angereist, um Geschäfte zu besiegeln, die das Wachstum 2009 weiter ankurbeln werden. Es freut mich sehr, dass es dem Cable Congress zusehends gelingt, die Branchen Kabel, Content, Technologie und neue Medien zusammenzuführen.“

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